Willkommen in 'Meine Garten Bilder'!

Hier kann man inne halten, genießen und träumen.
In jedem noch so Kleinen steckt was Großes drin, man muss es nur entdecken. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht etwas Neues in meinem Garten entdecke und festhalten möchte. Alle Fotos sind in meinem Garten entstanden, mit Blick in den Garten, aus dem Garten hinaus, und manchmal im Haus. Es gibt nur wenige „Ausflüchte“, denn auch außerhalb meines Gartens ist die Welt vielfältig und bunt und ich kann nicht widerstehen, jedes Mal auf den Auslöser des Fotoapparates zu drücken. Ich wünsche allen viel Freude beim Betrachten und freue mich über reichlich Resonanz!

Mittwoch, 7. November 2012

Blümchen in der Sonne



 Ich vermisse den Sommer!!



Von meinem Blümchen

Ward ein Blümchen mir geschenket,

Hab‘s gepflanzt und hab‘s getränket.
Vögel, kommt und gebet Acht!
Gelt, ich hab‘ es recht gemacht?

Sonne, laß mein Blümchen sprießen!

Wolke, komm, es zu begießen!
Richt‘ empor dein Angesicht,
Liebes Blümchen, fürcht‘ dich nicht!

Und ich kann es kaum erwarten,

Täglich geh‘ ich in den Garten,
Täglich frag‘ ich: Blümchen, sprich,
Blümchen, bist du bös‘ auf mich?

Sonne ließ mein Blümchen sprießen,

Wolke kam es zu begießen;
Jedes hat sich brav gemüht,
Und mein liebes Blümchen blüht.

Wie‘s vor lauter Freuden weinet!

Freut sich, daß die Sonne scheinet.
Schmetterlinge, fliegt herbei,
Sagt ihm doch, wie schön es sei!




Donnerstag, 25. Oktober 2012

Astern



Die bunten Astern

Die bunten Astern sind wie ein Regenbogen
In den nassen Garten eingezogen,
Wie Gesichter, die schon etwas frieren.
Die großen Äpfel an den Spalieren
Die hängen wie trutzige Köpfe dort;
Bald trägt sie mein Schatz in der Schürze fort.
Der Morgen ist kalt, und die Blätter sind alt;
Bald hat die Nacht ständig die Obergewalt.
Und wenn die Astern den Garten verlassen,
Wird der Winter die Menschen anfassen.
Trag Jeder seinen Garten bei Zeiten ins Haus,
Bei einem Schatz geht der Sommer nicht aus.

 
Max Dauthendey . 1867 - 1918



Halte mich

Halt' mich morgens
halt' mich abends,
halte mich
in Deinem Arm.
Halt' mich jetzt
und halt' mich lange,
halt' mich sanft,
und halt 'mich warm.






Mittwoch, 17. Oktober 2012

Herbst Impressionen




Die meisten Menschen wissen gar nicht,
wie schön die Welt ist,
und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen,
in irgend einer Pflanze, einem Stein, 
einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart.
 Reiner Maria Rilke

Baumpilz
braucht noch jemand einen Fahrradsattel??



 
Silberblatt


 
Hagebutte


Demut ist die Fähigkeit,
auch zu den kleinen Dingen des Lebens emporzusehen
 Albert Schweitzer


Moos und Gräser

Am Wegrand...
 

Schneebeere

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Pilze

  
Oktober

Oh rührende Zeit, wenn die Wälder sich färben,
Goldschleier sich spinnen um Wald und Flur!
Schönheit und Freudigkeit, noch im Sterben,
Wahrt sich die Meisterin, die Natur.




Sie bestellt ihr Haus noch, gefasst, erhaben;
Und herrlich und heiter beim Abschiedsmahl
Verschenkt sie die letzten der prangenden Gaben,
Versterut sie ihr Goldgut im Festsaal.





Wie ein König des Nordens, im Scharm der Gäste,
In der Barden Schwarm, in der skalen Chor,
Schreitet sie fröhlich vom Abschiedsfeste 
Durchs purpuprangende Todesthor.

(Erich Jansen)



 Der Waldgänger

Ein Mensch im Wald ging für sich hin
Und nichts zu suchen, war sein Sinn.
Doch welch ein Glück! Ein Steinpilz stand,
Ein Prachtstück, dicht am Wegesrand.




Der Mensch, nun schon voll Sucherdrang,
Trug ihn in Händen, stundenlang. -
Dann endlich sah er seufzend ein,
Wie wertlos solch ein Pilz allein.





Er warf ihn fort, ging unfroh weiter:
Da stand, nicht ganz so schön, ein zweiter.
Der Mensch, vom ersten Fall gewitzt,
Daß man mit einem - nichts besitzt,




Verzichtete und ließ ihn stehen,
Zumal's schon Zeit war, heimzugehen.
Doch tretend aus des Waldes Mitten,
Sah unverhofft er einen dritten:





Den pflückte er, mit wildem Eifer. -
Doch wie er auch, als Forstdurchstreifer,
Jetzt schwitzend durch das Dickicht hetzte,
Der dritte, kleinste, blieb der letzte.





 Den hat er müde, in der Nacht,
Von seinem Waldgang heimgebracht.
Um die Moral nicht zu versäumen:
Glück in zu weiten Zwischenräumen -
Und schiene es auch einzeln groß -
Beunruhigt unsre Seele bloß...






Was innerhalb der Erde
Geheim gezettelt werde,
Man kann es weder sehen
Noch wissend übergehen.
Urplötzlich reift das Ganze,
Kommt Hut an Hut im Kranze,
Ganz gleiche, viele hundert,
Daß jeder sich verwundert,
Stehn mit behextem Fleiße
Gestielt im „Hexenkreise“!






Fliegenpilz




 Ein müder Fliegenpilz lehnt sich an den Baum...




kleiner Fliegenpilz


 

 Fliegenpilz


 Daraus werden wohl auch noch Pilze entstehen...



ein "gefallener" Fliegenpilz











Donnerstag, 4. Oktober 2012

Blätter



Der Herbst ist da! 
Er hat an die Türe geklopft und die Natur 
hat ihm geöffnet. Nun kommt er 
mit seiner Malerpalette und fängt an
 alles bunt zu färben.



Herbstliches Blatt

***

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün,
Reseden und Astern im Verblühn,
Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht,
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.

Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht –
Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt!
Banne die Sorge, genieße, was frommt,
Eh Stille, Schnee und Winter kommt.



Die Blätter des Buxbaumes 
haben sich gelb gefärbt...


Die Blätter der Felsenbirne färben sich bunt


bevor sie dann alle herunter 
fallen werden


Die Blätter dieses Busches haben alle 
solche Noppen, das sind 
Buchen-Gallmücken (Mikiola fagi)


Bunte Blätter und Beeren


Wie ein letztes Winken, 
bevor es dann sich Verabschieden heißt


Verblasste Schönheiten...


Blätter der Felsenbirne im Doppelpack


 Ahornblätter schimmern golden 
in der Sonne


 Nach dem Regen funkeln Perlen 
auf dem Ahornblatt


 Auf dem Weg nach unten ist das 
Ahorn Blatt an einem stacheligen 
Ast hängen geblieben


 Die Ahorn Blätter genießen die 
warmen Sonnenstrahlen


 Dieses Ahornblatt zeigt uns seine 
schöne Blattstruktur



 Zusammen sind wir stark
sagt das gelbe Blatt zum roten Blatt



Alleine im Moos



Donnerstag, 27. September 2012

Tropfen


Ein Tropfen schillernd bunt und schön
Muss, wenn er auf die Erde fällt,
Im dunklen Boden ganz vergehen.
Er schwindet, ist nicht mehr zu sehen,
Als hätt’s ihn nie gegeben.
Und dennoch nährt er und erhält
Auf diese Weise neues Leben.






Und wenn er sich im Fluss

Mit vielen Tropfen fest verbindet,
So zieht die Strömung ihn hinfort, er muss
Dem Flussbett folgen, das sich in die Ferne windet.
Und dennoch lassen viele seiner Art,
Die sich in Richtung, Kraft und Stärke gleichen,
Den Flusslauf, der so fest und hart
Scheint, und sogar hohe Berge weichen.
  








Und wenn die Sonne ihn mit ihrer Wärme ruft,
Wird er unfassbar, durchsichtig und leicht,
Wird selbst Bestandteil so der Luft,
Die uns umgibt. Er reicht
Bis hoch ins große Wolkenmeer,
Von wo als kleiner Tropfen er
Wieder auf die Erde fällt,
Schillernd, rund und schön,
Um dann erneut in Fluss und Welt
Im großen Ganzen zu vergehn.